Endlich mal ein Plan, der klappt!

Leon Tonhäuser
Endlich geht der Plan auf: Merlin setzt auf die Fünferkette – und der HSV zeigt gegen Köln seine bisher stärkste taktische Leistung. Mit Leidenschaft, klarer Defensive und schnellen Kontern gelingt der erste Saisonsieg – ein wichtiger Schritt nach vorne für Mannschaft und Trainerteam.
Erstmal: sehr gute Entscheidung von Merlin, die Fünferkette zu belassen. Wir haben das Union-Berlin-gegen-Schalke-Spiel gesehen. Köln hat nicht die Qualität für eine Viererkette, gab dem HSV durch die Räume der Viererkette so unendlich viele verschiedene Angriffsmöglichkeiten und konnte dadurch größtenteils Köln auf sich zukommen lassen.
Wirklich gefährlich war aus HSV-Sicht in der ersten Hälfte nur der Abschluss von Dallinga in der 38. Minute, der aber sensationell von Daniel Heuer Fernandes gehalten werden konnte. Ansonsten waren es schöne Bälle von Said El Mala und Mikey Moore aus den hinteren Halbräumen, wo jeder Torwart mal nett fliegen kann – keine echte Challenge.
In der 40. Minute war es dann endlich da: das erste Saisontor des HSV. Capaldo nach Ecke, wo gleich drei HSV-Spieler komplett frei waren. Auch das ist ein Nachteil der Viererkette gegenüber der Fünferkette: ein Innenverteidiger bzw. ein nomineller Zielspieler mehr, der automatisch für eine neue Zuordnung sorgt.
Und kurz nach der Pause war es dann Yusuf Poulsen, der zum 2:0 traf und nach der Halbzeit eingewechselt wurde. In Minute 49 hat Köln eine große Chance, Moore setzt sie jedoch weit drüber. Im direkten Gegenzug spielt Wolfe einen langen Ball auf Grønbæk, der in die Mitte auf Poulsen spielt und nur noch draufhalten muss.
In der Folge kommt Köln nun immer häufiger zu Angriffen, die der HSV relativ einfach abfangen und kontern kann. Es fehlt jedoch oft der Abschluss, um das Spiel zuzumachen.
So kommt es noch mal zum Anschlusstreffer von Ragnar Ache für den 1. FC Köln. Eine Halbraumflanke muss nur noch eingeköpft werden.
Heute hat Merlin nicht nur eine Idee gehabt, nein, er wusste auch, wie er sie umsetzen kann: die Dominanz der Fünferkette gegenüber der Viererkette, taktische Elemente wie eine tiefstehende Defensive, um dem schnellen Said El Mala, Mikey Moore und Linton Maina die Räume gar nicht erst zu geben.
Zudem konnte Merlin heute auf den unbedingten Siegeswillen und Einsatz seiner Mannschaft bauen. Das Trainerteam hat heute mit der Mannschaft einen gemeinsamen Schritt nach vorne gemacht.
Die Aufstellungen
HSV:
Heuer Fernandes – El Ouahdi (77. Jatta), Capaldo, Torunarigha, Omari, Wolfe (77. Lemke) – Remberg, Lokonga (90. Adeline) – Vieira, Grønbaek (67. Daka) – Moffi (46. Poulsen)
1. FC Köln:
Schwäbe – Castro – Montes (67. Johannesson), Simpson – Pusey, Lochoshvili, Mensah (64. Sosa) – Skhiri, Krauß (81. Waldschmidt) – Maina (81. Bülter), Moore, El Mala – Dallinga (64. Ache)
Autor

Jimmy
Autor bei rautenblick. Fußballverrückt durch und durch.
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