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Auswärtsbericht
29.08.2026

Lehrgeld bezahlt und den Klassenunterschied gesehen

Lehrgeld bezahlt und den Klassenunterschied gesehen

Der HSV muss sich Dortmund geschlagen geben und bekommt den Klassenunterschied deutlich zu spüren. Lemke zahlt Lehrgeld, zeigt nach der Pause aber eine starke Reaktion – und macht Hoffnung auf die Zukunft.

Für uns persönlich war es ein Fehler, Sambi Lokonga gegen Dortmund aufzustellen. Die Stärken, die Sambi mitbringt – linienbrechende Pässe und ein gutes Aufbauspiel – sind gegen einen pressingstarken und schnellen Gegner wie den BVB nur schwer umsetzbar. Der BVB hat einfach zu viel Qualität. So entstanden viele Fehlpässe von Sambi und dem HSV flog ein Angriff des BVB nach dem anderen um die Ohren.

Louis Lemke war in den ersten 20 Minuten überfordert. Er wurde immer wieder überspielt und ging nicht konsequent in die Zweikämpfe, sodass Torunarigha häufig rausrücken musste und dadurch jedes Mal eine riesige Lücke in der Defensive entstand.

In der 8. Minute war es dann auch schon so weit: Guirassy nutzte aus, dass Lemke nicht in den Zweikampf gegangen war, und zog leicht verdeckt für Heuer Fernandes im Kasten des HSV ab – zur Führung des BVB.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch kurz vor der Pause ab. Diesmal erzielte der Vorbereiter des 1:0 für den BVB das 2:0 selbst. Karetsas zog ab und Bornauw versuchte noch zu blocken, was ihm jedoch nicht gelang. Der HSV musste somit mit einem Nackenschlag in die Pause.

Generell machten heute der Neuzugang Sebastian Bornauw und Jordan Torunarigha ein unglaublich starkes Spiel. Nicht nur, dass die beiden selbst häufig das letzte Bollwerk waren, nein, sie räumten auch immer wieder die Fehler ihrer Teamkollegen auf.

Lemke hat heute Lehrgeld bezahlt, aber diese Erfahrung wird ihn in Zukunft stärker machen. Wir werden noch viel Spaß an Lemke haben!

Und Merlin Polzin bewies ein gutes Händchen: Er ließ Lemke auf dem Platz und zahlte das Vertrauen in der zweiten Halbzeit mit einer deutlich solideren Leistung zurück. Stand jetzt braucht Louis einfach noch eine kurze Zeit, um sich an das nächsthöhere Niveau zu gewöhnen.

In der zweiten Halbzeit war der HSV wie ausgewechselt. Wir erspielten uns Chancen und gaben uns niemals auf. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass der heutige Starspieler Konstantelias verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste und der BVB eine dumme Rote Karte – in Person von Samuele Inácio – kassierte.

Heute bleibt nach dem Spiel nur zu sagen: Der BVB ist mindestens ein Regal über dem HSV anzusiedeln, was vorher auch klar war. Beim HSV sind die Bemühungen auf dem Transfermarkt zudem längst nicht abgeschlossen. Bis zum Deadline-Day am Dienstag kann man also auf jeden Fall noch gespannt sein, dass dann noch die ein oder andere Verstärkung für unseren HSV dazu kommt.

Aufstellungen

BVB:

Kobel – Ryerson (74. Mané), Gadou, Anton, Svensson, Beier (84. Prates) – Bellingham, Nmecha (74. Veerman) – Karetsas (74. Inácio), Konstantelias (54. Sabitzer) – Guirassy

HSV:

Heuer Fernandes – Jatta (82. Poulsen), Capaldo, Bornauw, Torunarigha (82. Nadir), Lemke (89. Philippe) – Remberg, Lokonga – Adeline (67. Stange), Grönbaek – Daka (67. Moffi)

Autor

Kevin

Kevin

Gründer von rautenblick. In Hamburg geboren, HSV-Fan seit Kindheit.

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