Wir müssen in den Rückspiegel schauen

Leon Tonhäuser
Der HSV gewinnt den Test gegen Toulouse mit 2:1 und zeigt dabei trotz kleiner Schwächen eine starke Leistung gegen einen guten Gegner. Stange und Grønbaek treffen für die Rothosen, die sich besonders defensiv geschlossen präsentieren und einen klaren Plan erkennen lassen.
Der HSV ist nach Frankreich gereist, um gegen den FC Toulouse zu spielen. Vor Anpfiff musste der HSV aber noch den kurzfristigen Ausfall von Nicolas Capaldo verkraften. Somit standen Bissi-Mouelle und Nandja für Capaldo und den aus privaten Gründen fehlenden Omari in der Startformation.
Das Spiel ging munter los. Direkt in der fünften Minute hatte der HSV eine hohe Balleroberung, wonach Otto Stange einfach draufgehalten und ein wunderschönes Tor erzielt hat. In Folge machte Toulouse zwar das Spiel, der HSV hatte aber die weitaus besseren Chancen und muss sich vorwerfen, zu dieser frühen Phase des Spiels nicht noch höher zu führen.
Toulouse wurde, wenn überhaupt, durch Chancen aus dem Rückraum gefährlich, aber die Rothosen warfen sich in jeden Schuss und verteidigten geschlossen als Mannschaft, wobei sich jeder für jeden voll reingeworfen hat.
In der 60. Minute wurde jedoch die zweite Schwäche des HSV ausgenutzt und führte zum zwischenzeitlichen 1:1. Die Schienenspieler hatten leider sehr viele Stellungsfehler, sodass diese einfach überspielt werden konnten. In dem Fall, der zum 1:1 führte, musste deswegen Torunarigha rausrücken, konnte die Flanke jedoch nicht mehr verhindern und in der Mitte konnte der Angreifer von Toulouse bequem einköpfen.
Sander Tangvik, der für Daniel Heuer Fernandes in der zweiten Halbzeit im Tor stand, war hier machtlos. Anschließend neutralisierten sich beide Mannschaften größtenteils.
Bis in die Nachspielzeit, genauer gesagt in der 90.+1. Minute, wo dann der in der 69. Minute eingewechselte Albert Grønbaek aus dem Rückraum zum 2:1 für den HSV einschob. Der Ball kommt über Umwege zu ihm und Albert Grønbaek konnte dann aus der zweiten Reihe voll draufhalten.
Kleinere Mängel, wie das Stellungsspiel der Schienenspieler, die Rückraumabsicherung und die Chancenverwertung, sind Dinge, die man nach diesem Test definitiv ansprechen sollte. Aber es sind auch Stammspieler ausgefallen, es werden immer noch Stammspieler für verschiedene Positionen gesucht und die Mannschaft hat sich ein weiteres Mal gegen einen starken Gegner gut verkauft und einen klar erkennbaren Plan in der Offensive und Defensive gezeigt.
Aufstellung:
Heuer Fernandes (46. Tangvik) – Jatta, Bissi-Mouelle (69. Elfadli), Torunarigha, Nandja, Lemke – Remberg, Lokonga (69. Nadir) – Adeline (69. Grønbaek), Stange (90. Ojo) – Daka (69. Philippe)
Autor

Kevin
Gründer von rautenblick. In Hamburg geboren, HSV-Fan seit Kindheit.
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