Opfer des neuen Systems

Leon Tonhäuser
Das neue 3-4-2-1 des HSV bringt klare Gewinner – doch nicht jeder Spielertyp profitiert vom System. Während einige Akteure aufblühen, droht anderen die Rolle des Verlierers oder sogar der Abschied.
Der HSV spielt in der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 bekanntlich in einer 3-4-2-1 Formation. Viele Spieler, wie z.b. Rayan Phillipe, Louis Lemke oder auch Bakery Jatta scheinen von ihrer Rolle im System deutlich zu profitieren. Doch nicht alle Spieler können ihre Stärke in diesem System einbringen.
Jean-Luc Dompé
Keine Flügelspieler-Position im neuen System. Als Schienenspieler zu wenig Laufbereitschaft und Eskapaden außerhalb des Feldes - Jean-Luc Dompé ist der erste ganz klare Verlierer in der Saison-Vorbereitung. Ein Aufstiegsheld ohne wenn und aber. In der Bundesliga-Geschichte des HSV, die nun von Neu geschrieben werden soll, ist er leider nicht der richtige Spielertyp.
Emir Sahiti
Da es im 3-4-2-1 vom HSV keine klassischen Flügelspieler gibt und das Mittelfeld qualitativ höchstbesetzt ist, gibt es momentan keinen Platz für Emir Sahiti im HSV Kader. Zumal sich die Wege ja auch noch trennen könnten bzw. sollen. Auch wenn er im Testspiel gegen den FC Everton mutige Aktionen gezeigt hat.
Fabio Baldé
Auch Baldé ist nicht perfekt geeignet für die Schienenspieler-Position, bringt jedoch Laufbereitschaft und Energie mit auf dem Platz. Da er bevorzugt jedoch auf einer Flügelposition spielen will und der HSV sich von seinem Jungstar Millionen-Einnahmen erhofft, ist eine Trennung wohl das beste für beide Seiten.
Miro Muheim
Dieser Name scheint auf den ersten Blick überraschend, wenn man sich aber die Stärken von Muheim anschaut, fällt einem auf, dass Miro die Läufe ins Zentrum braucht, um eine weitere Anspielstation im Aufbau zu sein um das Spiel des HSV aktiv mit gestalten zu können. Er ist eben nicht der klassische Schienenspieler, der die Linie rauf und runter läuft, zumal er Defensiv sehr viele Flanken zulässt. Auch wenn die linke Schiene nicht perfekt für Muheim geeignet ist, denke ich, er wird der Stammspieler auf dieser Position, alleine schon von seinem Stellenwert für die Mannschaft, seinen offensiven Einsatz und seine Standartstärke. Man muss aber auch erwähnen, dass sein Vertrag nur noch ein Jahr gültig ist. Heißt also, wenn man sich nicht auf eine Verlängerung einigen kann, wird der HSV sich nach Ersatz umschauen müssen, da man Miro sicherlich nicht im nächsten Sommer Ablösefrei gehen lassen will.
Viele sehen auch Alexander als möglichen Abgangs-Kandidaten, da auch er ein nomineller Flügelspieler ist. Ich bin jedoch anderer Meinung, da er mehr über seine Dribbling-Stärke, als über Geschwindigkeit kommt, ist er gut geeignet für eine der beiden Halbraum-Zehner Positionen hinter der Sturmspitze. Er kann mit guten Passspiel seinen Teamkollegen Vorlagen liefern, als auch selbst zum Abschluss kommen.
Autor

Kevin
Gründer von rautenblick. In Hamburg geboren, HSV-Fan seit Kindheit.
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