Geld, Geld, Geld: Ein Transferzwischenfazit
Marcus Brandt/dpa
Transferzwischenfazit des Hamburger Sportvereins.
Die Welt dreht sich ums liebe Geld. Besonders im Profifußball ist es allgegenwärtig und lenkt die Geschicke der Vereine. Wie viel Budget hat unser HSV also für die kommende Bundesligasaison 2026/27 zur Verfügung? Wie viel wurde bereits investiert und was kam auf der anderen Seite wieder rein? Zeit für ein kleines Zwischenfazit hier auf Rautenblick.
Die ersten Neuzugänge sind da
Mit Kofi Amoako aus Dresden für 2 Millionen Euro und Albert Grönbeak von Stade Rennes für 4,5 Millionen Euro hat der HSV bisher zwei vielversprechende Spieler an die Elbe gelotst. Das sind erste Ausrufezeichen, die natürlich auch einiges an Kapital gebunden haben.
Ablösefreie Abgänge und ein schmerzhafter Verlust
Auf der Abgangsseite gab es gegen eine Ablösesumme bisher nur Lukas Poreba zu verzeichnen. Er wechselte nach seiner Leihe nun fest zur SV Elversberg, die eine Kaufoption von rund 1,5 Millionen Euro gezogen haben soll. Ein weiterer Abgang, der uns allerdings keine Ablöse einbringt, ist Ransford Königsdörffer. Er schließt sich zur kommenden Saison Mainz an. Auch der Abschied von William Mikelbrencis steht kurz bevor und das leider ebenfalls ablösefrei. Ein kleiner Trost: Zumindest sparen wir bei diesen beiden Personalien einiges an Gehalt ein.
Deutlich schmerzhafter wird da schon der bevorstehende Abgang von Robert Glatzel zum VfL Wolfsburg. Der HSV kassiert hier laut Medienberichten wohl eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro. Positiv ins Gewicht fällt dabei, dass sein stattliches Gehalt reinvestiert werden kann. Dieses wird auf knapp 1,8 Millionen Euro geschätzt und hätte sich durch das zweite Jahr in der Bundesliga zur neuen Saison noch einmal spürbar erhöht.
Mögliche Millionen durch weitere Verkäufe
Weitere Kandidaten für einen Wechsel sind Jean Luc Dompe, Fabio Balde, Daniel Elfadli, Emanuel Pherai und Emir Sahiti. Sollten alle diese fünf Spieler den Verein noch verlassen, schätze ich die möglichen Einnahmen auf bis zu 15 Millionen Euro. Geld, das zwingend refinanziert und klug investiert werden muss, denn im Kader klaffen noch einige Lücken auf wichtigen Positionen.
Wo der Schuh noch drückt
In der Defensive fehlt uns definitiv noch ein Rechtsverteidiger oder rechter Schienenspieler mit klarer Stammplatzqualität. Gleiches gilt für die linke Seite, wo wir jemanden brauchen, der den Konkurrenzkampf mit Miro Muheim annimmt oder ihn gar ersetzt, falls er uns noch verlassen sollte. Zudem suchen wir dringend einen zentralen Abwehrchef für die angedachte Fünferkette.
Im Mittelfeld sehe ich den HSV hingegen recht gut aufgestellt, besonders wenn noch ein Kaliber wie Vieira oder ein vergleichbarer Spieler zu uns stößt. Mit den frühen Verpflichtungen von Amoako und Grönbeak haben unsere Verantwortlichen hier rechtzeitig ihre Hausaufgaben gemacht.
Großbaustelle Sturm
Der zweifellos größte Handlungsbedarf besteht jedoch im Angriff. Mindestens zwei, vielleicht sogar drei neue Stürmer sollen und müssen kommen. Erste Spuren führen hier zu Keasse Bah, für den wohl eine Ablöse von 2 bis 3 Millionen Euro fällig werden würde. Auch Tomas Bobcek, der polnische Torschützenkönig der vergangenen Saison, sowie Frank Magri, der ablösefrei aus Toulouse kommen könnte, stehen auf dem Zettel.
Egal wer am Ende noch kommt oder geht, eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Das liebe Geld regiert die Fußballwelt, und das spüren wir auch in dieser Transferperiode wieder ganz deutlich. ⚽
Autor

Kevin
Gründer von rautenblick. In Hamburg geboren, HSV-Fan seit Kindheit.
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