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Spieler
11.06.2026

Welche Rolle spielt Mario Vušković nach seiner Rückkehr beim HSV? Teil 2

Welche Rolle spielt Mario Vušković nach seiner Rückkehr beim HSV? Teil 2

Philipp Szyza/​imago images

Im zweiten Teil von Marios Analyse, nehmen wir Marios Zustand genauer unter die Lupe und schauen wie er sich in das bestehende Gefüge eingliedern könnte.

Ab September ist Mario endlich wieder berechtigt, mit der Mannschaft zu trainieren. Ab November darf er dann nach seiner vierjährigen "Dopingsperre" auch wieder in einem Pflichtspiel für den HSV auf dem Platz stehen. Doch wie plant man mit ihm? Welche Rolle kann er künftig in der Mannschaft einnehmen?

Die Fitness stimmt aber was ist mit der Spielpraxis?

Erstmal das Positive: Mario wird fast durchgehend ein exzellenter Fitnesszustand bescheinigt. Er hat sich während der Zwangspause einen Personal Coach (Josko Vlasic) genommen, um sich bestmöglich fit zu halten. Der Personal Coach schwärmt von Marios Zustand und sagte, er sei schneller, wendiger, kompakter und besser am Ball als vorher. 

Trotzdem stehen dem gegenüber zwei große Fragezeichen.

  • Das erste Fragezeichen: Die Spielfitness. Das ist etwas, das er schlichtweg nicht haben kann. Nach vier Jahren ohne Pflichtspiel wird er unweigerlich Zeit brauchen, um sich wieder an den echten Spielbetrieb im Profifußball zu gewöhnen.
  • Das zweite Fragezeichen ist etwas kleiner: Reicht Marios Qualität direkt für die Bundesliga? Zu Zweitliga-Zeiten hätte ich noch gesagt: Wenn wir aufsteigen, hat Mario den Stammplatz sicher. Auch im Oberhaus wird meiner Meinung nach die nötige Zeit für die Eingewöhnungsphase der entscheidende Faktor sein.

Ein Kaderplatz ist reserviert: Wo passt Mario ins System?

Ein Kaderplatz wird für Mario auf jeden Fall freigehalten. Bekanntlich spielen wir seit der vergangenen Saison 2025/26 mit drei Innenverteidigern und ich sehe die linke Position in der Dreierkette für Mario wie gemalt.

Ein interessanter Vergleich bietet sich hier zu seinem Bruder Luka an: Lukas Stärken in der zentralen Innenverteidigung waren vor allem seine enorme Größe, die daraus resultierende Kopfballstärke sowie ein ruhiges, dominantes Antizipieren, um Situationen zu bereinigen, bevor sie überhaupt gefährlich wurden. Mario hingegen klärte die Situationen in seiner bisherigen Zeit beim HSV durch leidenschaftliche Zweikämpfe und packende Laufduelle. Zudem bringt er für seine Position eine super Spieleröffnung und eine überragende Technik mit.

Der Fahrplan für das Comeback

Ich glaube, man wird Mario ganz langsam an den Spielbetrieb heranführen. Erst mal mit fünf Minuten kurz vor Schluss, im nächsten Spiel vielleicht fünfzehn, und so Schritt für Schritt weiter. Sollte alles bestmöglich für den HSV und Mario laufen, wird er im März eine ernsthafte Alternative für die Startelf sein. Und ganz nebenbei hätte der HSV damit auch eine weitere gefährliche Option für Standardsituationen parat.

Ich persönlich freue mich riesig auf Marios Comeback. Es wird ein besonderer Moment, wenn wir nach dem Abschied von Luka endlich wieder die Nummer 44 im Volksparkstadion auflaufen sehen.

Autor

Jimmy

Jimmy

Autor bei rautenblick. Fußballverrückt durch und durch.

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