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Analyse
03.06.2026

HSV-Kaderanalyse: Anfang Juni 2026 - Zwischenfazit

HSV-Kaderanalyse: Anfang Juni 2026 - Zwischenfazit

IMAGO/DeFodi Images

HSV-Kaderanalyse: Die Mission "Etablieren" im Sommer 2026 - Der Auftakt in den Transfersommer

Die Tinte unter dem Klassenerhalt ist trocken, der Juni hat begonnen und das Transferfenster ist seit ein paar Tagen offiziell geöffnet. Die Gerüchteküche brodelt, die ersten Deals stehen, aber der Sommer ist noch verdammt lang. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Wo stehen wir und was muss Claus Costa jetzt anpacken? Blicken wir kurz zurück: Es ist der 10. Mai 2025 – der HSV ist endlich aufgestiegen! Nach einem fulminanten 6:1 gegen Ulm im Volksparkstadion schlägt das Hamburger Herz wieder im Oberhaus. Doch wir alle wissen: Es ist ein langer Heilungsverlauf. Der Kader wurde für die neue Spielidee angepasst: Geschwindigkeit, Intensität, Umschaltspiel. Am Ende der ersten Bundesliga-Saison 2025/26 steht Platz 13 zu Buche: 38 Punkte, 40 Tore, 54 Gegentore. Wir hatten nie wirkliche Abstiegssorgen, standen nur am Ende des 3. Spieltags auf einem Abstiegsplatz. Mission Klassenerhalt geglückt! Nun folgt der nächste Schritt: Die Mission Etablieren! Die Chancen stehen gut. Schalke, Paderborn und Elversberg sind aufgestiegen. Keiner dieser Vereine ist finanziell über dem HSV anzusiedeln. Zudem ist mit Wolfsburg ein finanzstarker Konkurrent abgestiegen. Die Voraussetzungen lesen sich gut, aber es braucht harte Arbeit. Arbeit vom Team auf dem Platz, aber vor allem clevere Arbeit auf dem Transfermarkt. Die ersten Bausteine: Ein Frühstarter und wichtige Säulen Dass Claus Costa frühzeitig Nägel mit Köpfen machen kann, zeigt der erste offizielle Arbeitsnachweis in diesem Sommer: Kofi Amoako (ZDM, 21 Jahre). Für eine Ablösesumme von knapp 2 Millionen Euro ein absoluter Top-Transfer! Da hat sich durch eine Ausstiegsklausel eine Tür geöffnet, und der HSV hat eiskalt zugeschlagen. Die Marktwert-Anpassung auf 4 Millionen Euro direkt nach dem Wechsel zeigt schon, was für ein Juwel wir uns da geholt haben. Ein physisch starker Abräumer, der perfekt zur intensiven Spielidee passt. Auch Albert Grönbaek sollten wir alle kennen. Er hat in der Rückrunde 7 Spiele für uns gemacht (1 Tor, 2 Vorlagen). Ihn für eine Ablösesumme von 4,5 Millionen Euro fest zu verpflichten, ist ein absolut gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Bundesliga. Dieser Transfer soll schon eingetütet sein und soll nach der WM verkündet werden. Die wichtigste Nachricht für das Fundament: Daniel Heuer Fernandes, unsere Nummer 1, hat seinen Vertrag verlängert! Das ist enorm wichtig. Nicht nur für die Identifikation im Verein, sondern vor allem für die sportliche Konstanz auf der Linie. Die Baustellen: Wo drückt der Schuh im langen Sommer? Gespielt wird aktuell im 5-2-1-2-System mit einem Zehner hinter den zwei Stürmern. Um dieses System erstligatauflich zu halten, brauchen wir meiner Meinung nach in den kommenden Wochen noch einen ganz klaren Stamm-Innenverteidiger (IV) und vielleicht noch einen zweiten für die Breite. Das Profil sollte in Richtung Luca Vuskovic gehen. Dessen Qualität können wir uns zwar niemals leisten, aber genau diesen Spielertyp brauchen wir im Zentrum. Die Abwehr-Gerüchte: Gehandelt wird Lorenzo Pirola (24 Jahre, Olympiakos Piräus). Bei einem Marktwert von 9 Millionen Euro ist er meiner Meinung nach aber nicht finanzierbar, wenn man noch an die anderen Planstellen denkt. Ansonsten ist es auf dieser Position sehr ruhig. Ich erwarte hier einen Last-Minute-Transfer im August, um die Qualität im Defensivzentrum deutlich zu steigern. Die Kreativzentrale (Die 10): Vieira für die 10 wäre extrem wichtig für unsere Kreativität – es bleibt aber abzuwarten, ob er finanzierbar ist. Eine Alternative könnte Martin Adeline (22 Jahre) sein. Er ist mit Troyes in die erste französische Liga aufgestiegen (32 Spiele, 10 Tore, 11 Vorlagen). Sein Marktwert liegt bei 10 Millionen Euro, aber da sein Vertrag 2027 ausläuft, wäre er wohl etwas billiger als Vieira – wenn auch nicht viel. Der Sturm und die Streichliste: Abschiede stehen bevor Nach den Abgängen von Königsdörffer und Downs müssen im Laufe des Sommers mindestens zwei neue Stürmer kommen. Folgende Namen werden aktuell gehandelt: Elmin Rastoder (24 Jahre): Er wurde mit dem FC Thun überraschend Meister in der Schweiz. Bei einem Marktwert von 4 Millionen Euro brachte er es auf 15 Tore und 6 Vorlagen in 36 Spielen. Sein Vertrag läuft ebenfalls 2027 aus. Frank Magri (26 Jahre): Sein Vertrag beim FC Toulouse läuft aus, er wäre also ablösefrei zu haben (Marktwert 3 Mio. Euro, 5 Tore in 17 Ligue-1-Spielen). Mögliche Abgänge: Ich befürchte, dass uns Robert Glatzel in dieser Transferphase verlassen wird. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute, er wird immer eine Zweitliga-Legende des HSV bleiben. Für unseren Bundesliga-Kader und das neue Umschaltspiel passt er leider nicht mehr ideal. Auch Dompé und Baldé werden, sollte das aktuelle System bleiben, keine Zukunft haben. Mit Schienenspielern beziehungsweise echten Außenstürmern spielen wir schlichtweg nicht. Über Baldé könnte man dringende Einnahmen generieren. Und über den Fall Dompé ist eigentlich alles erzählt: Eine Zweitliga-Legende, aber leider zu disziplinlos. Auch ein Elfadli könnte uns möglicherweise noch verlassen, um woanders wieder auf mehr Spielpraxis zu kommen. Fazit: Der Weg stimmt, aber der Sommer ist lang Meiner Meinung nach waren die Verantwortlichen um Polzin und Costa sicher nicht fehlerfrei. Aber – und das ist ganz wichtig – man sieht ganz genau, wo es hingehen soll. Man erkennt die Spielidee und ich halte den eingeschlagenen Weg in unserer jetzigen Situation für absolut richtig. Claus Costa hat jetzt bis Ende August Zeit, die Puzzleteile zusammenzufügen. Wie seht ihr das zum Start des Transferfensters? Amoako ist fix. Aber wo muss Costa als Nächstes Vollgas geben? Schreibt es in die Kommentare! Geschrieben von Jimmy (rautenblick)

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