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Interview
02.06.2026

Chris Tall im exklusiven Interview mit uns

Chris Tall im exklusiven Interview mit uns

Wir durften ein exklusives Interview mit Chris Tall führen.

Kevin: Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass der HSV „mehr als nur ein Verein“ ist? Gab es einen Moment mit Fans, Stadion oder Mannschaft, der dir besonders im Kopf geblieben ist?


Chris:

Ich war mit 18 Jahren bei einem Auswärtsspiel in Frankfurt. Mit mir gemeinsam waren 10.000 Hamburger da. Ich stand genau in der Kurve. Es war unglaublich. Unbeschreiblich. Als Piotr Trochowski in der 93. Minute dann auf unserer Seite das entscheidende Tor gemacht hat, sind alle Dämme gebrochen. Dieses Gefühl werde ich niemals vergessen. Zum Glück gab es damals noch keinen VAR. Es wäre nämlich abseits gewesen und hätte uns diesen Moment genommen (lacht).


Kevin: Wie bist Du HSV Fan geworden? Wer hat Dich zum HSV gebracht?


Chris: Mein Onkel hatte einen sehr großen Einfluss auf mich. Mit ihm war ich auch als Teenager sehr oft im Stadion — vor allem auswärts. So etwas prägt einen natürlich. Seine Bedeutung für mich und eben diese frühe Verbindung zum HSV spielen auch in meinem neuen Buch eine Rolle. Kevin: Darf man St. Pauli und HSV Fan gleichzeitig sein?


Chris: Natürlich darf man das. Aber ist halt kacke (lacht).


Kevin: Wenn der HSV ein Filmgenre wäre, wie würdest Du es eher kategorisieren? Drama, Thriller, Tragikomödie oder komplette Netflix-Miniserie? Und warum?


Chris:

Ich glaube, Drama trifft es schon ziemlich gut — vor allem die letzten Jahre. Umso schöner, dass das Drama in jüngster Zeit ein Happy End hatte. Schauen wir mal, wie es weitergeht.


Kevin: Wer ist dein jetziger Lieblingsspieler und welcher dein All-Time-Favorit? 


Chris: Diese Saison war es Vuskovic. Das kommt natürlich nicht überraschend. Für mich ist das aber kein Hype-Ding, sondern einfach die Bewunderung für einen 18-jährigen Spieler, der auf und neben dem Platz so reif und sensationell agiert. Es war ein Privileg, einen zukünftigen Weltklasse-Spieler live bei dem Verein erleben zu dürfen, den man so liebt. Mein All-Time-Lieblingsspieler beim HSV ist Rafael van der Vaart. Ich könnte aber auch ganz viele andere aufzählen, die ich geliebt habe: Timothy Atouba, bei dem man sich zwischen Herzinfarkt und Ekstase nicht entscheiden konnte, wenn er im eigenen Strafraum wieder zwei Leute hopsgenommen hat. Emile Mpenza fand ich auch richtig geil. Barbarez, Romeo, Paule Beinlich, Petric, Mahdavikia usw. — die Liste ist lang.


Kevin: Was erwartet uns in deinem Buch welches im Herbst rauskommt?


Chris: Es ist meine persönliche HSV-Geschichte. Warum der HSV? Wann war ich das erste Mal im Stadion? Warum ist der HSV nicht einfach nur irgendein Verein, sondern pure Magie? Wie habe ich den Abstieg empfunden? Wie habe ich den Aufstieg erlebt? Mein Buch ist natürlich sehr HSV-spezifisch, aber tatsächlich gibt es auch viele private Einblicke — gerade in meine Vergangenheit —, die man so bisher noch nicht gehört hat.


Danke, Chris. Nur der HSV!

Autor

Kevin

Kevin

Gründer von rautenblick. In Hamburg geboren, HSV-Fan seit Kindheit.

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